


Die Staatsform Italiens ist 1946 nach einer Volksabstimmung von Monarchie in Republik geändert worden. Staatsoberhaupt ist nach der am 01.01.1948 in Kraft getretenen Verfassung der vom Parlament und von Vertretern der Regionen für 7 Jahre gewählte Staatspräsident. Der derzeitige Amtsinhaber Giorgio Napolitano wurde im Mai 2006 gewählt. Das Parlament besteht aus der Kammer (630 Abgeordnete) und dem Senat (315 Senatoren), die aus freien und geheimen Wahlen hervorgehen und die Gesetze gemeinsam verabschieden. Die Gewaltenteilung und ein Verfassungsgericht sind konstitutionell verankert. Administrativ ist Italien in 20 Regionen (davon 5 mit besonderem Autonomiestatus), 103 Provinzen und 8102 Gemeinden gegliedert.
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• 315 Senatoren werden ebenfalls (gleichzeitig mit den Abgeordneten) auf 5 Jahre gewählt, allerdings nicht auf nationaler Ebene, sondern auf regionaler Basis. Jede der 20 Regionen stellt eine festgelegte Anzahl an Senatoren, die je nach Bevölkerungszahl in der Region variiert. Jede Region stellt mindestens sieben Senatoren (mit zwei Ausnahmen: Das Aostatal stellt nur einen Senator, die Region Molise zwei). Wählbar ist jeder Wahlberechtigte, der das 40. Lebensjahr vollendet hat.
• Hinzu kommen noch bis zu 5 "Senatoren auf Lebenszeit", die vom Staatspräsidenten ernannt werden können. Die Verfassung gesteht dieses Privileg Bürgern zu, "die (...) durch höchste Verdienste auf sozialem, wissenschaftlichem, künstlerischem und literarischen Gebiet in besonderer Weise dem Vaterlande zur Zierde gereichen (...)." (Art. 59, 2). Es sind dies zur Zeit Giulio Andreotti, Rita Levi-Montalcini, Sergio Pininfarina und Emilio Colombo.
• Außerdem sind alle ehemaligen Staatspräsidenten (nach dem Ausscheiden aus ihrem Amt) von Rechts wegen Senatoren auf Lebenszeit (Art. 59, 1). Es sind dies zur Zeit Francesco Cossiga, Oscar Luigi Scalfaro und Carlo Azeglio Ciampi.
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In den letzten Parlamentswahlen standen sich die Wahlbündnisse Unione und Casa della Libertà mit den Spitzenkandidaten Romano Prodi und Silvio Berlusconi gegenüber. Als Sieger ging schließlich das Wahlbündnis der Unione hervor und stellte somit neben dem Ministerpräsidenten auch die einzelnen Ministerien in der Regierung. Das Mitte-Links Bündnis setzte sich aus folgenden Parteien zusammen: Democratici di sinistra, Margherita, Rifondazione Comunista, Comunisti Italiani, Italia dei Valori, i Verdi, Rosa nel pugno, UDEUR und noch weiteren kleineren Parteien. Die SVP trat im Bündnis mit Prodi bei der Parlamentswahl 2006 an, beteiligte sich aber nicht an der Regierung.
Die Opposition wurde somit vom Mitte-Rechts Bündnis der Casa della Libertà besetzt. Diesem gehörten unter anderem Parteien wie die Forza Italia, Alleanza Nazionale, Unione dei Democratici Cristiani e di Democratici di Centro, Lega Nord, Alternativa Sociale und Fiamma Tricolore an.
Jedoch nach nur 20 Monaten Regierungszeit musste sich Ministerpräsident Romano Prodi dem Misstrauensvotum des Senates stellen. Am Abend des 24. Januars 2008 stand die Entscheidung fest. Prodi verlor die Misstrauensabstimmung und musste von seinem Amt weichen. Kurze Zeit später reichte er bei Staatspräsident Giorigo Napolitano seinen Rücktritt ein.
Nachdem der Vorschlag einer Übergangsregierung von Napolitano abgelehnt wurde, wurden die Neuwahlen für das Parlament auf den 13/14 April 2008 festgelegt.








